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Der Ersthelfer

Welche Aufgaben haben wir eigentlich?

Unsere Aufgabe als Kreuzbundgruppen ist gar nicht so kompliziert, wie viele oftmals glauben. Erwartet wird von uns, ob nun mit einer Aufgabe betreut oder einfaches Mitglied, einzig und alleine eine Portion Menschlichkeit.

Betrachten wir uns als einfacher Ersthelfer, der als erstes den Ort des Geschehens betritt. Noch vor Minuten saßen wir in der Einsatzzentrale und warteten darauf was uns der Tag noch bringen wird. Alarm, wir werden gebraucht. Nur wenige Informationen stehen uns vorab zur Verfügung. Vielleicht wurde uns kurz der Name, die Anzahl der Verletzten, der Ort und die Uhrzeit mitgeteilt, doch sonst wissen wir nichts. Auch haben wir keine Möglichkeit uns vorab auszusuchen welche Art von Einsatz wir gerne haben möchten. Die Aufgabe wartet auf uns vor Ort. Der Ersthelfer kann auch vor Ort nicht wählen und die Hilfe ablehnen, weil er sich statt der leichten Kopfverletzung lieber einen Beinbruch wünschte. Auch kann er aus einer Kreislaufschwäche keine Blinddarmentzündung machen. Er muss halt vor Ort ganz individuell entscheiden, was zu tun ist. Auch kann er keine Diagnosen stellen oder Medikamente verschreiben, dafür würde ein Notarzt bestellt werden. Als Ersthelfer wird nach der Kreislaufüberprüfung und einigen wenigen Fragen zumeist ein Zugang gelegt. Mehr liegt nicht in seiner Kompetenz. Alles andere entscheiden Fachärzte.

Genau das ist unsere Aufgabe als Mitglied in den Gruppen. Lasst uns den Patienten annehmen, so wie er ist. Machen wir aus einer Schürfwunde kein Beinbruch, aus einer Kreislaufschwäche keinen Infarkt. Lasst uns einen Zugang legen und den Patienten auf den Weg zur ärztlichen Fachhilfe begleiten. Es sollte in der heutigen Zeit völlig egal sein, welches Suchtmittel genommen wurde oder wird. Es sollte jeder willkommen sein. Reicht euer Selbstvertrauen nicht, um diese Aufgabe auszufüllen? Ihr fühlt Euch nicht kompetent genug, als Alkoholkranker jemanden mit einer Canabis- Abhängigkeit zu motivieren? Bedenkt, es liegt nicht am Hilfesuchenden, es liegt an euch, diese Kompetenzen zu erlernen. Es werden viele Schulungsseminare dazu angeboten. Meine Bitte an euch, lehnt niemanden ab, der zu euch kommt. Erinnert euch daran, wie euch das erste Mal die Hand gereicht wurde.

(Reinhard Petz)

aktualisiert: 24.02.2018
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